Südzypern lehnt Fünfer-Gipfel kategorisch ab
Der Ministerpräsident der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, schlug bei seinem letzten Treffen mit dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon vor, einen Fünfer-Gipfel für die rasche Lösung der Zypernfrage zu organisieren. Die Regierungschefs des Vereinigten Königreichs, der Türkei und Griechenlands sollten sich dann mit den zyprischen Verhandlungsführern Talat und Christofias treffen. Während Nordzypern den Vorschlag akzeptierte, lehnte ihn die griechisch-zyprische Regierung im Süden der Insel ab. Der südzyprische Präsident erklärte, dass seine „Republik Zypern“ nicht mit der türkisch-zyprischen Administration im Norden der Insel gleichzusetzen sei. Sollte Nordzypern bei dem Gipfeltreffen nicht als der Staat (TRNZ) sondern als die türkisch-zyprische Gemeinschaft teilnehmen, so bedeute dies, dass man die „Republik Zypern“ zu einer Gemeinschaft degradiere. Mit dem Satz „dieser Vorschlag ist ein wiederaufgewärmtes altes Essen und deshalb inakzeptabel“ lehnte Christofias die Realisierung des Gipfeltreffens kategorisch ab. Das einzig Realistische sei ein Dreier-Gipfel mit Griechenland, der Türkei und (dem griechischen Teil der Insel) Zypern. (dha, milliyet)