Archiv für die Kategorie „Umwelt“
Rekordtemperatur von 45,6 Grad auf Zypern
Die Zyprer stöhnen unter einer Rekordhitze: 45,6 Grad Celsius wurden am Sonntag in der Inselhauptstadt gemessen, wie der südzyprische Wetterdienst bekanntgab. Damit zeigt das Thermometer in Nikosia die höchsten Temperaturen an seit Beginn der offiziellen Wetteraufzeichnungen 1956. Experten der Mittelmeerinsel sprechen von einer Hitzewelle, die bis Donnerstag dauern soll. Auch am zweiten Augusttag wurden Temperaturen über 40 Grad im Landesinneren erwartet. Verursacht wird die Rekordhitze von heissen Winden aus der Sahara. (politis, alithia)
Sommerhaftes Wetter in Nordzypern – bis zu 30 Grad
Die Türkische Republik Nordzypern wird derzeit von einem sommerhaften Wetter heimgesucht. In Geçitkale, Ercan und der Hauptstadt Lefkoşa wurde am Freitag bereits eine Höchsttemperatur von 30 Grad Celsius gemessen. Zwischen dem 17. und 23. April werden die türkischen Zyprer Wetterberichten zufolge den Frühling mit heiterem Himmel und Temperaturen zwischen 24 und 27 Grad an den Küsten und zwischen 27 und 30 Grad im Landesinneren genießen können. Die Luftfeuchtigkeit soll im Westen und Osten der TRNZ etwa 70% und in den übrigen Gebieten etwa 60% betragen. Nach diesen sieben Tagen soll das Wetter etwas frühlingshafter werden. (tak)
18.000 Rebhühner werden in die Natur ausgesetzt
Der nordzyprische Innenminister Kamil, der Präsident des Jagdbundes Tayfunlu, der Vorsitzende des Çatalköy Jagdclubs Çelikeri und der Leiter des Gönyeli Jagdvereins Kolazali haben zusammen ein Protokoll unterschrieben, welches die Freilassung von insgesamt 18.000 Rebhühnern vorsieht. Diese Tiere sollen während der Jagdsaison von Sportjägern erlegt werden. Der Jagdbund Nordzyperns werde aus den Zuchtfarmen in Gönyeli 15.000 und aus Çatalköy 3.000 Rebhühner für je 5 Lira kaufen und in die Natur freisetzten. Eine neue Farm mit einer Kapazität von 30.000 Rebhühnern sei in Planung. Diese Maßnahmen seien der Presse zufolge notwendig, da der Jagdsport mittlerweile sehr beliebt geworden sei. (kıbrıs, star kıbrıs)
Schwere Regenfälle im Norden Zyperns
Ende der Woche wurde Nordzypern erneut von schweren Regenfällen getroffen. Waren vor einigen Wochen vor allem Grundstücke in und um die Stadt Güzelyurt (Mophou) von den sintflutartigen Regenfällen betroffen, wurde nun ganz Nordzypern heimgesucht. Der Premierminister der Türkischen Republik Nordzypern, Derviş Eroğlu (UBP), sagte seine Istanbul-Reise ab und versprach rasche Hilfe. In Girne (Kyrenia) und anderen Städten stehen Keller und Erdgeschosse unter Wasser, die Abwassersysteme sind überfordert. (up, brt)
Zypern wird 2011 zur minenfreien Insel
Seit 2004 werden die Minen in der UN-Pufferzone Zyperns geräumt. Bisher wurden 57 der 70 Minenfelder neutralisiert, die restlichen 13 werden innerhalb der nächsten 16 Monate noch bereinigt. Im April 2011 wird Zypern vermutlich zu einer minenfreien Insel. Die Räumarbeiten sind mit einem großen Risiko verbunden. So wurden dabei bisher drei Menschen verletzt und einer getötet. Bei illegalen Grenzüberquerungen wurden in den letzten fünf Jahren 22 Verletzte registriert. 15 Millionen Euro wird das Vorhaben insgesamt kosten. Finanziert wird es mit 11,5 Millionen Euro zum größten Teil durch die Europäische Union. Den Restbetrag zahlen die Administrationen der türkischen und griechischen Zyprer. (star kıbrıs)
6 Millionen Setzlinge für Nordzypern
Der türkisch-zyprische Minister für Landwirtschaft und natürliche Ressourcen, Nazım Çavuşoğlu, verkündete sein Ziel den Waldbestand der Türkischen Republik Nordzypern innerhalb von fünf Jahren von 19,7 % auf 22% zu steigern. Zur Verwirklichung des Projekts werde sein Ministerium 6 Millionen Setzlinge platzierten, beschädigte Wälder rehabilitieren und 4.184 Hekter Land bewalden. Um die Bevölkerung in das Vorhaben mit einzubinden, werden jedes Jahr 110.000 Olivenbäume und 100.000 Carobbäume verschenkt. Das langfristige Ziel des Ministeriums ist Ausweitung des Waldbestandes auf 30% des Staatsterritoriums. (star kıbrıs)
Die Printausgaben der North Cyprus Times
Die North Cyprus Times, die Internetzeitung für Zypern, hat zwischen September und Dezember 2009 insgesamt zehn Printausgaben im PDF-Dateiformat veröffentlicht. Dieser Wochenzeitung erschien in der Regel an Sonntagen. Das Projekt wurde auf eigenen Wunsch der Redaktion Caretta eingestellt.
- Erstausgabe vom 20. September 2009
- Die zweite Printausgabe vom 27.September 2009
- Die dritte Printausgabe vom 4. Oktober 2009
- Die vierte Printausgabe vom 11. Oktober 2009
- Die fünfte Printausgabe vom 18. Oktober 2009
- Die sechste Printausgabe vom 1. November 2009
- Die siebte Printausgabe vom 15. November 2009
- Die achte Printausgabe vom 22. November 2009
- Die neunte Printausgabe vom 29. November 2009
- Die zehnte Printausgabe vom 13. Dezember 2009

Das Parlamentarische Kaktusmonument in Nicosia
Von Heidi Trautmann
Was haben Kakteen mit dem Parlament in Nicosia zu tun? Nun, da war eine leere Fläche vor dem Parlamentsgebäude, in dem von 50 Parlamentariern erwartet wird, dass sie den besten Weg für eine bessere Zukunft unseres Landes finden. Da ist auch der Speaker of the Parliament, Hasan Bozer, der zufällig die fantastische Welt der Kakteen liebt, und da ist Serkan Ilseven, Leiter des Verwaltungsamtes (Head of Administrative Financial Technical and Parliamentarian Service), der zufällig den Vater der hiesigen Kakteenwelt genau kennt, Hikmet Ulucam. Dieser bekommt nun den offiziellen Auftrag, eine Kakteenanlage zu schaffen, ein Naturdenkmal sozusagen, ein Kaktusmonument. Er wählte 50 Kakteen, für jeden Parlamentarier einen, so denke ich, vielleicht auch eingedenk der Langsamkeit, die die Kakteen für sich in Anspruch nehmen, um die ersten Blüten zu produzieren. Hikmet Uluçam ist Grafiker und unterrichtet an der Girne American Universität. Er ist auch Fotograf, Kunstfotograf oder eher grafischer Kunstfotograf; 1980 hat er als erster grafische Elemente in die Fotografie eingebracht. Seine Liebe zur Natur ist gross und offensichtlich, und zwar für Klein und Groß in der Natur, vom Unkraut angefangen bis hin zu Bäumen, und er hat den Blick für all die wundersamen Formen, die die Natur schafft. Siehe auch meinen Artikel in meiner website www.heiditrautmann.com unter Heidi’s latest adventures “Hikmet’s Wonderland”.
Als Hikmet Uluçam mir von dem gerade fertig gestellten Kaktusmonument erzählte, war ich natürlich sofort begierig, das Werk zu beschauen. Für unseren Besuch im Parlamentgarten lud ich Freunde ein, auch ein Team von dem Magazin ZOOM, für die ich regelmäßig Artikel schreibe, um vom großen Fotografen Birol Bibek zu profitieren.
Zu der Art Ortsbesichtigung kamen auch die parlamentarischen Initiatoren dazu, und so war eine große Gruppe an Bewunderern um das Kaktusmonument versammelt. Wir erfuhren dabei die faszinierenden, großspurig klingenden lateinischen Namen und ihre Herkunftsländer. Da war ein 30 Jahre alter Astrophytum ornatum, rund und sternförmig, ein Echinocactus grusonii mit einer goldenen Platte auf dem Kopf; dann ein Echinopsis eyriesii oder Mrytillocactus. Da gab es schon recht seltsame Namen wie Opuntia microdays oder Faucaria tuberculosa, und weitere wie Cereus uruguayansus, Aloe vera und Cansolea vubescens.
Die parlamentarischen Gastgeber luden uns alle auf ein Schalerl Kaffee in einem der großen parlamentarischen Empfangsräume ein. Serkan Ilseven, selbst ein Künstler und Maler, schlug uns vor, die Bilder der parlamentarischen Kunstsammlung, die in den Fluren des Parlamentsgebäudes aufgehängt sind, mit ihm anzuschauen, wozu wir alle nicht nein sagten, auch seine Arbeiten waren darunter.
Für mich war das eine besondere Gelegenheit, alte Werke von meinen Künstlerfreunden zu entdecken. Zum Abschluss der Besichtigung wurden uns auch noch die Türen zum Saal des Parlements geöffnet, der zur Zeit unseres Besuches, während der Sommerferien, unbenutzt war.
Wir schauten uns um, und ich konnte mir so einen normalen Arbeitstag der 50 Parlamentarier vorstellen, wie sie in den bequemen roten Sesseln sitzen, um die Geschicke des Landes zu lenken.
Nun, da draussen vor dem Gebäude stehen ja ihre Repräsentanten, 50 edle Kakteen und halten die Stellung.
Waldbrände gelegt für die Arbeitsplatzsicherung
Das nordzyprische Forstamt hat zwei Brandstifter bei der Polizei angezeigt. Es handelt sich dabei um die türkischen Gastarbeiter Erdoğan Tabakoğlu und İsmail Gencebay. Nach dem letzten Brand im Dorf Akdeniz nahe Girne wurden sie polizeilich vernommen. Sie legten ein Geständnis ab, worin sie bestätigen, dass sie drei der zwangig Brände in diesem Sommer gelegt haben. Als Grund für ihre Straftaten nannten sie: „Wir sind Gastarbeiter. Zweischenzeitlich haben wir Wälder angezündet. Wir wollten damit unsere Arbeit garantieren“. (milliyet)
Erdbeben sehr Nahe der Stadt Limassol
Einer Erklärung des dem Umweltministerium der Türkischen Republik Nordzypern untergeordneten Meterologischen Amtes zufolge hat sich am gestrigen Mittwoch in Südzypern ein Erdbeben ereignet, welches als „leicht“ einzustufen ist, aber auch in den südlichen Gebieten Nordzyperns gespürt wurde. Diese Erschütterung ereignete sich um 17:09 Uhr 970 Meter nordöstlich der Stadt Limassol. Die Erdbebenstation im nordzyprischen Lefke registrierte eine Erdbebenstärke von 4,5 auf der Richterskala. (eha)