Archiv für die Kategorie „Gesellschaft“

Muslimischer Gottesdienst im Hala Sultan Tekke

http://www.ortamgazetesi.com/resize.php?s=/upload/news/hala_sultan_dua_4c84a344.jpg&w=250&h=175

Die Nacht von Sonntag auf Montag war für den Islam von großer Bedeutung. Als die „Nacht der Bestimmung“ (tr: Kadir Gecesi, ar: Laylatu ‘l-Qadr) feiern die Muslime mit gemeinsamen Mahlzeiten, Gebeten, Predigen und Gebetshymnen die Nacht, in der der Koran, die Heilige Schrift des Islam, dem muslimischen Propheten Muhammad offenbart wurde. Die zyprischen Verhandlungsführer hatten ausgehandelt, dass die Christen in Güzelyurt und die Muslime in Larnaka an bestimmten Tagen ihren Gottesdienst verrichten dürfen. So sind auch in diesem Jahr die Staatsbürger der Türkischen Republik Nordzypern mit elf Bussen mit Polizeischutz zum 1816 erbauten Hala Sultan Tekkesi gereist. Türkischen Staatsangehörigen und den türkeistämmigen Nordzyprern wurde die Einreise nach Südzypern verweigert. (ortam, cna)

Gottesdienst in der Kirche des Heiligen Mamas

http://www.starkibris.net/resimler/haber/03092010/mamas.jpg

Vor sechs Jahren wurde die Kirche des Heiligen Mamas (tr: Aziz Mamas Kilisesi) im nordzyprischen Güzelyurt wieder für den Gottesdienst eröffnet. Einmal im Jahr haben Gläubige aus Südzypern die Möglichkeit meist über mehrere Tage Messen abzuhalten. Am Mittwoch und Donnerstag fanden wieder traditionelle Zeremonien statt, an der zahlreiche zyprisch-orthodoxe Christen aus dem griechischsprachigen Teil der Insel teilnahmen. Mehrere griechisch-zyprische Parlamentarier und der amerikanische Botschafter in Nikosia, Frank Urbancic, waren ebenfalls unter den Gästen. Für die Sicherheit sorgte dabei die Polizei der Türkischen Republik Nordzypern. Obwohl im Vergleich zu den letzten Jahren diesmal die Beteiligung geringer ausfiel, hat der „Erzbischof von Güzelyurt“ nach der Messe seinen Wunsch geäußert, den Gottesdienst jeden Sonntag abhalten zu dürfen, da diese Kirche für die Zyperngriechen von großer Bedeutung sei. (star kıbrıs)

„Der Frieden auf Zypern ist nicht verhinderbar“

http://www.cumhuriyet.com.tr/medya.php?mn=11062

Am Mittwoch fand wieder in Zusammenarbeit der türkischen und griechischen Zyprer eine gemeinsame Veranstaltung statt. Beide großen Gemeinschaften der Insel wurden ermuntert, sich auch weiterhin für eine friedliche Lösung der Zypernfrage einzusetzen. Auch die internationale Staatengemeinschaft könne viel dazu beitragen. Das Motto zum angestrebten Ziel sei „Lösung, Wiedervereinigung, jetzt!“. Des Weiteren soll eine bikommunale Webseite in griechischer und türkischer Sprache ab nächster Woche online gehen. Der Kolumnist der Zeitung ,Politis Georgios Kaskanis, schreibt zu diesem Thema, dass die türkische Parole „der Frieden auf Zypern ist nicht verhinderbar“ (Kıbrıs’ta barış engellenemez) vor sieben Jahren entstand, um die Politik des damaligen Präsidenten Denktaş in Frage zu stellen. Im Gegensatz zu allen griechischsprachigen Parolen habe dieser Slogan aber bis heute überlebt. Bei der letzten bikommunalen Veranstaltung habe man gesehen, dass auch viele griechische Zyprer diese Parole verwenden, auch wenn sie in der Sprache des „Feindes“ erklang, so Kaskanis. (politis, alithia)

Sagen Sie, waren Sie kürzlich in Kyrenia?

Von Heidi Trautmann

Es war an einem dieser entsetzlich heissen Augusttage, dass ich nach Kyrenia Stadt fahren musste, um Rechnungen zu bezahlen, etwas unwillig. Ich weiss nicht, wie es passierte, vielleicht lag es an diesem perfekten Licht, an der leichten Brise, die durch die schmalen Gassen der Altstadt vom Meer heraufkam, dass ich einhielt und meine mentale schwarze Brille abnahm und rings um mich herum Schönheit entdeckte. Schon als ich vom Nicosia-Rondavel in die Stadt hineinfuhr, änderte sich meine Laune und mein Befinden, als ich die gelben Blumenteppiche um sprudelndes Wasser herum wahrnahm, sogar gut gepflegt, und ich lächlete, unbewusst.

Gegenüber dem Colony Hotel hat ein neues Restaurant aufgemacht, ‚House and Garden‘, in einem alten im Kolonialstil gebauten Haus, wunderbar renoviert von Erbil Arkin und seiner Frau (Arkin Hotel Group). Ich ließ mich von einem Angestellten herumführen und musste anerkennend nickend den guten Geschmack bewundern. Das Wesentliche des alten Hauses ist erhalten geblieben, die alten Holzfußböden, die Holzdecken und Fenster. Der türkische Kaffee war hervorragend, den ich dann auf der weiten Terrasse trank.

Der Platz um die Gemeindegebäude herum, die kleinen Altstadtgassen von dort wegführend zum alten Hafen hinunter, ein Genuss fürs Auge und für die Menschen, die sich im Schatten der alten Bäume, auch blühende Jacarandabäume, ausruhten.

Was war das doch für ein Aufschrei, als die Gemeinde sich vor einem Jahr entschloss, die Renovierung der Innenstadt weiterzuführen, das Gesicht der Stadt zu verschönern. Neue Infrastruktur für Elektrik , Telefon und Wasser, Häuser blendend weiss gestrichen, Fußgängerwege eingerichtet, Bäume gepflanzt. Ein jeder stöhnte über den Staub, die Baustellen, die Kunden würden weg bleiben.

Nun schauen Sie sich um! Auf breiten Wegen flanieren die Menschen, die jungen Bäume sind gut angegangen, Blumenkästen überall, sogar staune, Abfallkörbe, und überall an kleinen Kaffeehaustischen Menschen, die ihren Kaffee geniessen und den anderen zuschauen bei ihrem Tun, sogar ein alter Hund ruht mitten auf dem Pflaster und lässt seine Augen den Menschen folgen. Neue Hotels sind entstanden, schmalbrüstige, hübsch hergerichtet, neben dem pompösen Savoy Hotel.

Moderne Geschäfte und fröhliche Menschen. Am Ende der Hauptstrasse wieder ein Rondavel überdeckt mit Blumenrabatten. Hier ist im letzen Jahr eine Art Zeile an Treffpunkten für junge Leute entstanden, nette gemütliche Restaurants und Cafés, und die meisten gut besucht, besonders an den kühleren Abenden. Ist es nicht an der Zeit, diese positive Entwicklungen in unserer Stadt zu erkennen und sich daran zu erfreuen, anstatt über den Staub der Erneuerung zu klagen, der einem in die Augen steigt. Ich sage Euch, mir gefällt unser Kyrenia!

Feiertag des Sieges – Zafer Bayramı

http://www.brtk.net/images/stories/30082010/toren%20yen.jpg

Gestern wurde der türkische Siegestag (Zafer Bayramı) in der Türkei und in der Türkischen Republik Nordzypern als nationaler Feiertag gefeiert. An der Militärparade auf dem Dr. Fazıl Küçük Boulevard nahmen der Präsident Eroğlu, die beiden ehemaligen Staatsoberhäupter Denktaş und Talat sowie Parlamentarier und hohe Kommandeure teil. Der 30. August erinnert an den Sieg der türkischen Befreiungsarmeen unter der Kommandantur von Oberbefehlshaber Mustafa Kemal Atatürk gegen die griechischen Streitkräfte im Jahre 1922. Die große Schlacht bei Dumlupınar ging als Başkomutanlık Meydan Muharebesi (Hauptkommandeur-Feldschlacht) in die Geschichte ein. Während in Ankara dieser Tag mit einem großen militärischen Umzug gefeiert wurde, fanden in den nordzyprischen Städten Lefkoşa, Gazimağusa, Girne, Güzelyurt, İskele und Lefke militärische und zivile Gedenkzeremonien statt. (brt, tcmeb)

Griechische Schulen in Türkisch-Zypern

Am 9. September beginnt wieder das Schuljahr. Wie gewohnt darf die griechischsprachigen Minderheit in der Türkischen Republik Nordzypern wieder ihre Kinder in ihrer eigenen Muttersprache unterrichten. Für die griechisch-zyprische Grund- und Mittelschule in Dipkarpaz wurden bereits 39 Schülerinnen und Schüler angemeldet, berichtet die südzyprische Zeitung Phileleftheros. Da die meisten Lehrer aus dem Inselsüden Dipkarpaz als Arbeitsplatz nicht favorisieren, bleibt in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 ein Lehrerposten unbesetzt. Des Weiteren müssen zwei Vorschullehrer neben zwei regulären Grunschullehrern in der Grundschule des Ortes als Lehrkraft tätig sein. Insgesamt unterrichten 18 Lehrer an den Schulen. (tak)

Schüler machen die Türkei für den Zypernkonflikt verantwortlich

Im Bezug auf die Schuldfrage des Zypernkonfliktes hat bei den griechischen Zyprern ein Umdenken stattgefunden. Neben Untersuchungen der historischen Ereignisse haben auch Journalisten dazu beigetragen, die eigene Geschichte zu durchleuchten. So findet die frühere Staatspropaganda „die türkischen Zyprer hätten 1963 bürgerkriegsähnliche Zustände hervorgerufen und sich freiwillig aus der Politik entfernt“ immer weniger Hörer. Das Jahr 1974 wird auch nicht mehr nur auf die türkische Militärintervention beschränkt, sondern auch auf den Putsch der griechischen Militärjunta auf Zypern ausgeweitet.

Ob diese neuen Erkenntnisse auch bereits in den Schulen besprochen werden, bleibt aber anzuzweifeln. Eine Umfrage an einer Sekundarschule, bei der insgesamt 412 Schüler und Lehrkräfte zu politischen Themen befragt wurden, lässt eher das Gegenteil vermuten. Denn 69% der Befragten machen die Türkei, 11% machen Griechenland, 8% machen das Vereinigte Königreich und 14% machen alle drei Garantiemächte für die blutigen Jahre 1963/64 und 1974 verantwortlich. Für die in diesen Jahren verübten Verbrechen machen die Befragten zu 61% allein die türkischen Zyprer, 24% allein die griechischen Zyprer und 15% beide zyprischen Volksgruppen verantwortlich. Erfreulich ist hingegen, dass sich 72% der Befragten für eine Lösung der Zypernfrage aussprechen, während 16% überhaupt kein Interesse daran haben und 12% jede Lösungsbestrebungen ablehnen. (yenidüzen)

144 Verkehrstote in den letzten 4,5 Jahren in Nordzypern

In den letzten beiden Wochen haben sich in der Türkischen Republik Nordzypern insgesamt 85 Verkehrsunfälle, davon 38 in der Lefkoşa, 19 in Gazimağusa, 19 in Girne, sieben in İskele und zwei in Güzelyurt, ereignet. Das Ergebnis: zwei Tote, 13 Verletzte und ein Schaden in Höhe von 305.000 Lira. Diese Ereignisse haben wieder einmal den türkischen Zyprern ihre blutige Wunde vor die Augen geführt. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 kamen auf nordzyprischen Straßen 22 Menschen bei 18 Unfällen ums Leben. Seit 2006 wurden laut einer türkischsprachigen Inselzeitung 144 Menschen bei insgesamt 118 registrierten Verkehrsunfällen getötet, davon 28 in 2006, 30 in 2007, 35 in 2008, 29 in 2009 und 22 in 2010 (Januar bis Juni). Statistisch betrachtet passieren 50% aller Verkehrsunglücke in der Landeshauptstadt und 70% aller Todesfälle im Straßenverkehr aufgrund des Fahrens mit überhöhter Geschwindigkeit. (star kıbrıs)

500 Rollstühle in Nordzypern benötigt

Der erste und einzige Nachrichtensender der Türkischen Republik Nordzypern, Ada TV, wird am Mittwoch die Sendung „Buradan Bakınca“ den behinderten Menschen widmen. Während der Sendungen sollen Spenden gesammelt werden, um mit der Unterstützung der Zuschauer 500 Rollstühle für körperlich beeinträchtigte Personen auf Zypern zu kaufen. Wer diese Kampagne „kein Körperbehinderter soll ohne Rollstuhl sein“ unterstützen möchte, sollte am 04. August Ada TV einschalten, sich die Spenden-Informationen notieren und natürlich spenden. (star kıbrıs)

34. Jahrestag der Gründung der türkisch-zyprischen Sicherheitskräfte

Am gestrigen Freitag haben sich die Oberbefehlshaber der Land-, See- und Luftstreitkräfte sowie der Gendarmerie in Ankara getroffen. Gefeiert wurden der 439. Jahrestag der Eroberung der Insel Zypern durch die Osmanen und der 52. Jahrestag zur Gründung der türkisch-zyprischen Verteidigungsorganisation TMT. Anlass für das Bankett in Ankara, an dem auch der Generalstabschef der Türkei und ausländische Diplomaten teilnahmen, war aber der 34. Jahrestag zur Gründung der Kommandantur der zyprisch-türkischen Sicherheitskräfte (Militär, Polizei und Küstenwache der TRNZ). Zum Auftakt wurde ein Dokumentarfilm mit dem Titel „Sicherheitskräfte – Friedenssymbol, Garant der Zyperntürken“ gezeigt, der vom Fernsehsender Bayrak gedreht wurde. Nach der Filmvorführung haben Generalstabschef İlker Başbuğ und seine Ehefrau die Festtagstorte des besonderen Tags angeschnitten. (brt, trt)

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