Archiv für die Kategorie „Heidi Trautmann“

Sagen Sie, waren Sie kürzlich in Kyrenia?

Von Heidi Trautmann

Es war an einem dieser entsetzlich heissen Augusttage, dass ich nach Kyrenia Stadt fahren musste, um Rechnungen zu bezahlen, etwas unwillig. Ich weiss nicht, wie es passierte, vielleicht lag es an diesem perfekten Licht, an der leichten Brise, die durch die schmalen Gassen der Altstadt vom Meer heraufkam, dass ich einhielt und meine mentale schwarze Brille abnahm und rings um mich herum Schönheit entdeckte. Schon als ich vom Nicosia-Rondavel in die Stadt hineinfuhr, änderte sich meine Laune und mein Befinden, als ich die gelben Blumenteppiche um sprudelndes Wasser herum wahrnahm, sogar gut gepflegt, und ich lächlete, unbewusst.

Gegenüber dem Colony Hotel hat ein neues Restaurant aufgemacht, ‚House and Garden‘, in einem alten im Kolonialstil gebauten Haus, wunderbar renoviert von Erbil Arkin und seiner Frau (Arkin Hotel Group). Ich ließ mich von einem Angestellten herumführen und musste anerkennend nickend den guten Geschmack bewundern. Das Wesentliche des alten Hauses ist erhalten geblieben, die alten Holzfußböden, die Holzdecken und Fenster. Der türkische Kaffee war hervorragend, den ich dann auf der weiten Terrasse trank.

Der Platz um die Gemeindegebäude herum, die kleinen Altstadtgassen von dort wegführend zum alten Hafen hinunter, ein Genuss fürs Auge und für die Menschen, die sich im Schatten der alten Bäume, auch blühende Jacarandabäume, ausruhten.

Was war das doch für ein Aufschrei, als die Gemeinde sich vor einem Jahr entschloss, die Renovierung der Innenstadt weiterzuführen, das Gesicht der Stadt zu verschönern. Neue Infrastruktur für Elektrik , Telefon und Wasser, Häuser blendend weiss gestrichen, Fußgängerwege eingerichtet, Bäume gepflanzt. Ein jeder stöhnte über den Staub, die Baustellen, die Kunden würden weg bleiben.

Nun schauen Sie sich um! Auf breiten Wegen flanieren die Menschen, die jungen Bäume sind gut angegangen, Blumenkästen überall, sogar staune, Abfallkörbe, und überall an kleinen Kaffeehaustischen Menschen, die ihren Kaffee geniessen und den anderen zuschauen bei ihrem Tun, sogar ein alter Hund ruht mitten auf dem Pflaster und lässt seine Augen den Menschen folgen. Neue Hotels sind entstanden, schmalbrüstige, hübsch hergerichtet, neben dem pompösen Savoy Hotel.

Moderne Geschäfte und fröhliche Menschen. Am Ende der Hauptstrasse wieder ein Rondavel überdeckt mit Blumenrabatten. Hier ist im letzen Jahr eine Art Zeile an Treffpunkten für junge Leute entstanden, nette gemütliche Restaurants und Cafés, und die meisten gut besucht, besonders an den kühleren Abenden. Ist es nicht an der Zeit, diese positive Entwicklungen in unserer Stadt zu erkennen und sich daran zu erfreuen, anstatt über den Staub der Erneuerung zu klagen, der einem in die Augen steigt. Ich sage Euch, mir gefällt unser Kyrenia!

Curriculum Vitae eines zypriotischen Mandelbaumes

Von Heidi Trautmann

Der Mandelbaum stammt aus der Familie der Rosen, Pflaumen, Kirschen und Pfirsiche und ist ein für Zypern typischer Baum. So habe ich es gelesen.  Unter solch einem Baum saß ich eines frühen Morgens Ende Juli, noch bevor die Sonne über die östlichen Hügel stieg. Ein neuer heisser Tag, angekündigt von des Nachbarn Gockel, einigen frühen Vögeln, aber nichts weiter rührte sich, nur das Licht, das sich stetig und sanft mit dem Anstieg der Sonne veränderte und zusammen mit der leichten Brise vom Meer einen Tanz der Farben in den Bäumen verursachte.

Für uns ist die Mandelernte bereits eine jährlich Ende Juli sich wiederholende Tradition. Die lange Leiter wird hervorgeholt und ein Baum nach dem anderen abgeerntet – wir haben acht Stück davon. Ich setze mich mit einem bequemen Stuhl in den Schatten des Baumes, um für Stunden die Schalen der Mandeln zu entfernen, die mein Mann hoch oben aus dem Geäst in den Eimer gepflückt hat. Die grünen pelzigen Schalen sind gerade aufgesprungen und bevor die Früchte auf den Boden fallen und die Ameisen und andere Insekten sich darüber hermachen, auch Elstern, muss man den richtigen Zeitpunkt abpassen. Das bedeutet nicht, dass die Früchte nicht auch am Baum massiv angegriffen werden.

Es bereitet mir ein sinnliches Vergnügen, die Frucht in der Hand zu halten, zu öffnen und den Wert zu erkennen. Ich fühle mich unabhängig, frei und autark: wen brauche ich denn, solange ich ein Stück Land mein Eigen nenne, kann mir doch so gut wie nichts passieren. Stolz! Stolz eines jeden Landwirtes. Diese steten Bewegungen des Entkernens lassen neue Räume für Gedanken entstehen, geben Impulse, um mich an die geschichtlichen Wurzeln des Baumes zu wenden.

Ein Fruchtbaum  der alten Welt, mit der Betonung auf Frucht wegen seiner Familienabstammung. Beheimatet in Kleinasien und Nordafrika, war er in den alten Büchern bekannt als einer der besten Fruchtbäume des Landes Kanaan, und auf den Spuren der Kulturreisenden, sprich Eroberer, kamen sie mit der Zeit an alle Küsten des Mittelmeeres und in anliegende Länder, sogar nach England, wenn ich den Geschichten und Gedichten aus der damaligen Zeit Glauben schenken darf. Bis heute ist die Mandel eine beliebte und berühmte Frucht in der internationalen Küche und ein Bestandteil bei fast allen Schönheitsrezepten. Die im Frühling frisch blühenden Zweige dienen immer noch als Zeichen für Frieden und als Willkommengruß, genauso wie der Olivenzweig.

Der Mandelbaum hat einen eigenen Lebenslauf, seinen Curriculum Vitae. Bei uns in Zypern verkündet die Mandelblüte die Erneuerung der Natur mit unendlichen weissen Blütenwolken über das gesamte Land. In unserem Garten blühen im Frühling acht Bäume, und dies ist für mich der schönste Moment des jungen Jahres.

Dann kommt der Moment, wenn Spaziergänger an der Gartenmauer stehen bleiben und die junge Frucht aus den Zwiegen holen, um sie als Ganzes zu essen, mitsamt grüner Schale und allem, für viele eine Delikatesse und in den Geschäften teuer. Die Frucht hat dann noch einen fast flüssigen Kern und alles darum herum ist weich. Ich hab’s probiert.

Doch dann kommt der Moment, wo wir aktiv werden. Das ist der Moment, wenn sich eine schüchterne Haut über dem inneren Kern bildet, noch hell. Wir zerschlagen den grünen Mantel, ziehen die schüchterne Haut ab und verzehren mit Genuss das frische und sanfte Innere. Doch, sei vorsichtig beimVerzehr, zuviele davon können Bauchweh verursachen. 6-10 Stück sind ein problemloser Genuss.

Ich kenne einige Leute, die sich die Arbeit machen, die jungen Mandeln zu pflücken, zu entkernen, enthäuten und einzufrieren. Denn, geschälte junge Mandeln auf Eis sind eine besondere Delikatesse, die in einem jeden guten zypriotschen Restaurant mit den Vorspeisen serviert werden, zumindest, wenn es die Zeit ist.

Für uns bedeutet es die schönste Zeit des Tages in der warmen Jahreszeit, unter den weiten Ästen des einen speziellen Mandelbaumes am Ende des Tages zu sitzen und den Tag ausklingen zu lassen. Hier treffen wir auch Freunde, geniessen vielleicht einen kühlen Sumada, ein Mandelgetränk, oder vielleicht einen hausgemachten Mandellikör, oder ein absolut kühles Bier. Und, sollte es noch die richtige Zeit sein, stehen wir kurz von unserer Bank auf, greifen in die Zweige und pflücken uns eine Handvoll junger Mandeln. Da gibt es nichts Besseres im Leben.

Nach der Ernte lassen wir die Früchte für ein bis zwei Tage auf dem Terassenboden trocknen, bevor ich sie für den Winter verwahre. Im Lauf des Jahres backe ich alle Arten an Mandelkuchen, oder ich benutze sie zum Panieren von Fisch. Köstlich!

Auch, gibt es kein schöneres Gastgeschenk für Freunde, als eine Tüte frischer Mandeln mitzubringen, denn die Mandel bedeutet Frieden und Freundschaft!

So, merke Dir, willst Du einen neuen Freund gewinnen, nimm eine Handvoll frischer Mandeln mit!

Die 13ten Türksoy Operntage in Nordzypern in der Bellapais Abtei am 11. und 12. Juni

von Heidi Trautmann

In Zusammenarbeit mit dem TRNZ Ministerium für Tourismus, Umwelt und Kultur hat Türksoy (General Directorate of Joint Administration of Turkic Culture and Arts (Türksoy) die 13ten Operntage auch in diesem Jahr in Nordzypern veranstaltet. Alle, die Freude an Musik und Oper haben, waren bei freiem Eintritt eingeladen.

Türksoy ist eine internationale Vereinigung, im Jahre 1993 in Almaty von den Kulturministern der türkisch sprechenden Länder wie Azerbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenistan und der Türkei gegründet. Später haben sich als freie Mitglieder die Länder TRNZ, Baschkortostan, Tatarstan, Chakassien, Tuva, Republik Altai, Sacha (Jakutien) und Gagausien angeschlossen. Die offizielle Sprache ist Türkisch und der Hauptsitz ist in Ankara. Das Hauptanliegen von Türksoy ist eine freundschaftliche Beziehung unter den turksprachigen Ländern zu schaffen, um die türkische Kultur für die kommenden Generationen zu erhalten und zu fördern.

Die Türksoy Operntage finden jeweils im Frühsommer statt zur Zeit des hiesigen Musikfestivals, und wir nehmen uns für diesen Zeitraum keine Reisen vor; um rein gar nichts möchten wir diese Tage versäumen. In diesem Jahr gab uns Türksoy zwei Abende in Bellapais mit zwei verschiedenen Programmen.

Wir nahmen uns Zeit für diesen schönen lauen Sommerabend und hatten ein leichtes Abendessen im beliebten Lahmacun Restaurant in Bellapais, doch bald sahen wir, dass die Konzertbesucher an uns vorbeiströmten, nein rannten, hinauf zur Abtei, so mussten wir uns sputen, um noch gute Plätze zu bekommen.

Schon am Eingang zum Hof der Abtei hörten wir aus den Bogengängen im Hintergrund die Musiker üben,  eine Kakophonie an verschiedenen Klängen, jedes Instrument spazierte für sich alleine. Die Verursacher dieser Töne wollte ich sehen und ich traf dort auf die dunklen Figuren einer Geigenspielerin, einsam gegen die Wand spielend, einer Trompete, im leeren Gang übend, andere Mitglieder auf den unzähligen Instrumentenkoffern sitzend, plaudernd, wartend, spielend.

Auch Ali Hoca, der türkisch-zypriotische Leiter des Orchesters der Mersin Staatsoper, ging im Halbdunkel der Bogengänge auf und ab, sich auf den Abend konzentrierend. Es war eine abstrakte Situation, das isolierte Üben von Mitgliedern einer Gruppe, Musiker hautnah in ihrer Verletzlichkeit in den letzten Minuten vor ihrem Auftritt.

Von den Opernsängern und –sängerinnen war noch nichts zu sehen und zu hören. Neun Künstler aus ebensovielen Ländern haben sich zum diesjährigen Fest zusammen gefunden, um zuerst in Mersin aufzutreten und nun diese zwei Tage in Nordzypern. Es waren Çinara Şirinova (Sopran) aus Aserbaidschan, Cupar Gabdullina (Sopran) aus Kasachstan, Ibakeyev Baktibek (Bariton) aus Kirgisien,  Funda Uyanik (Sopran) aus der Türkei, Svetlana Arginbaeva (Mezzo-Sopran) aus Baschkortostan, Galina Vlad (Sopran) aus Gagausien, Artur Islamov (Bariton) aus Tatarstan, Laden Ince (Sopran) aus der Türkischen Republik Nordzypern und Zinaida Maynasheva (Sopran) aus Chakassien.

Wir bekamen ein höchst beeindruckendes Programm zu hören an diesen zwei Abenden, mit Arien von  Verdi, Gounod, Bizet, Tchaikovsky, Mascagni, Puccini, Rossini, Ü. Hacibeyov, Bixio, Mozart und  J. Strauss.

Am Ende des Konzertabends kamen die Künstler von der Bühne zu uns herab, standen zm Anfassen nah Auge in Auge mit dem Publikum und sangen zusammen zwei wundervolle Encores, Moskauer Nächte und Culli culli culli culla, und es entstand ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, das uns alle erfasste. Hätte man uns gebeten mitzusingen, wir hätten es mit Freuden getan.

Solo Klavierabend mit Görsev Tepe

Von Heidi Trautmann

Einen Vorgeschmack von Görsev’s unglaublichem Talent hatten wir bereits am 28. Mai bekommen, als uns Rauf Kasimov seine sieben jungen Klavierschülerinnen in Bellapais vorstellte. An diesem 8. Juni nun trat sie alleine auf die Bühne zu ihrem Soloabend; Görsev, ein Mädchen in langem weißen Kleid, das dunkle Haar in einem Knoten im Nacken zusammen gebunden, Silberballerinas an den Füßen, ihr Gesicht konzentriert und ohne ein Lächeln. Ein Mädchen von gerade zehn Jahren.

Die Bellapais Konzerthalle war brechend voll, die meisten waren bereits überzeugte Fans so wie ich. Die Bühne war mit hunderten von kleinen Teelichtern dekoriert und als Görsev auf die Bühne trat und eine Hand auf den wundervollen Bösendorfer legte, als suchte sie dort Zuspruch, ballte ich meine Hände im Schoß vor Mitgefühl und Aufregung.

Und dann setzte sie sich…gesammelte Konzentration auf das zu spielende Klavierstück Prelude und Fuga No. 2 von J.S. Bach und Sonata in A, Variationen, Menuetto und Alla Turca von W.A.Mozart.  Sie begann zu spielen. Ich sah ihren kleinen Kopf im Profil sich über die Tasten beugen, ihren ganzen Körper hinterher ziehend, um mit der Musik zu verschmelzen.

Ein Kind? Das war kein Kind, das da Schubert und Chopin spielte. Was wusste sie über den Schmerz und das Leiden dieser Männer, die diese wunderbaren Stücke geschrieben haben. Sie wusste es einfach, und wir sahen und hörten, dass sie es wusste.

Endloser Applaus dankte ihr und unsere Bewunderung und Hochachtung flogen dort hinauf zu ihr, dem Mädchen, das dort in Verbeugung neben dem Klavier stand, mit der Hand auf dem Instrument, das zum wichtigsten Teil ihres Lebens geworden ist.

Wie Nazif Bozatli, der Coordinator der maritimen Umweltorganisation Temiz Deniz/Sauberes Meer richtig sagte, als er sich anschließend an das Publikum wandte: “Ich spürte heute Abend, dass die Komponisten unseres Abendprogrammes hier in diesem alten Gemäuer einig beisammen saßen, um sich von dem großen Talent dieses Mädchens Görsev Tepe selbst zu überzeugen.“

Als Encore hörten wir Rachmaninov 6-händig gespielt, neben Görsev ihr Lehrer Rauf Kasimov und ihre Mutter  Öznan Uzuner, die selbst Konzertpianistin und Klavierlehrerin ist.

Als wir die rittersaalmäßige Konzerthalle verließen, hörte ich jemanden hinter mir sagen: „Ich glaube, ich habe mein Leben vergeudet!“

KKCCK –2. Umwelt-Kinderkonferenz Nordzypern

Kinder diskutieren den Schutz ihrer Umwelt

Von Heidi Trautmann

Ein rührender Anblick waren die 200 Kinder, die in ihren Schuluniformen plus Konferenz T-Shirt in den großen Saal des Acapulco Konferenz-Zentrums strömten und dabei ihren Anteil am Projekt hereintrugen. Die Jüngsten der Grundschule waren höchst aufgeregt, reihten sich aber ordentlich in die ersten Sitzreihen ein. Der Raum füllte sich mit Gemurmel und den Geräuschen der letzten Vorbereitungen. Lehrer und ältere Schüler hängten Bilder auf und ordneten die herbeigebrachten Gegenstände auf den Tischen an, die Ergebnisse von monatelangen Forschungsprojekten.

Zwei junge Damen von Kuskor (eine lokale Umweltorganisation), Havva Dinc und Damla Beton, beide Biologinnen, haben die Aufgabe übernommen, am Empfangspult die Konferenzmitglieder und Gäste zu registrieren, um Ordnung in den Andrang zu bringen und die Initiatorin, Frau Irene Raab-Marancos von Kaleidoskop Turizm, zu entlasten. Zwei Schulen, eine von Girne, die andere von Lapta, hatten erst in letzter Minute die Aufforderung des Erziehungsministeriums erhalten, an der Konferenz teilzunehmen und so standen 70 nicht angemeldete Kinder da, die weder über den Inhalt der Konferenz informiert noch in irgendeiner Form vorbereitet waren; es mussten in Eile weitere Stühle herbeigeschafft werden. Dabei ist sicher, dass diese Kinder, hätte man sie rechtzeitig vor Monaten informiert, gerne selbst an einem Umweltprojekt gearbeitet hätten.

Der Umweltminister, Ersan Saner und der Erziehungsminister, Kemal Dürüst, die sich mit einer großen Entourage in der ersten Reihe niedergelassen hatten, eröffneten die Konferenz mit langen Reden, um die Wichtigkeit einer sauberen Umwelt für den Tourismus zu unterstreichen, was unsere Kinder aber später richtig stellen konnten, dass nämlich die Schaffung und Erhaltung einer sauberen Umwelt uns alle betrifft. Die Ministerrunde verließ die Konferenz kurz danach, winkten den Kindern noch ermutigend zu.

Im Laufe des letzten Jahres hatte ein Komittee von vier Personen, die sehr engagierten Lehrer, Şansel Fırtınaer und Fatma Aksu von der Eastern Mediterranean Primary School, Dalman Zaifoğlu von der Çatalköy Primary School und Irene Raab-Marancos von Kaleidoskop Turizm, die Planung der Konferenz und den Kontakt zu den Ministerien und Schulen gehalten, Vorbereitungen in die Wege geleitet und durchgeführt.  Fatma Aksu, die Koordinatorin, hatte den Konferenzvorsitz inne und rief die verschiedenen Jugendgruppen auf die Bühne. Auch die Direktorin der Eastern Mediterranean Primary School, Aygül San, hat die Sache ernsthaft unterstützt und hatte die vielen Zertifikate vorbereiten lassen, die am Ende des Konferenztages an alle Kinder verteilt wurden. Das Projektkomittee ist für die Hilfe äusserst dankbar und Frau Irene Raab-Marancos hofft, dass nicht nur die Schulen, sondern auch die Öffentlichkeit motiviert wird, sich an dem Projekt zu engagieren.

Das Programm begann mit einem kleinen Bühnenstück der Jüngsten, die uns mit ihren Besen zeigten, wie man die Umwelt sauber hält. Es ist hier am Platze, die Schulen namentlich aufzuführen, aus denen die Kinder im Alter von 6-16 Jahren kamen, da es vielleicht weitere Schulen ermutigt, an diesem Umweltprojekt teilzunehmen.

Eastern Mediterranean Primary School, Çatalkoy Primary School, Alsançak Primary School, 9-September Primary School, Karşıyaka Merkez Primary School, Levent College Nicosia, Özel Eğitim Lefkoşa, Eastern Mediterranean College, Şehit Turgut Ortaokulu, Near East College.

Die vorgestellten Arbeiten und Vorträge haben sehr beeindruckt; die Vorträge waren gut recherchiert und wurden von den Kindern mit deutlicher Stimme und großer Überzeugung vorgetragen. Videofilme und Lichtbilder begleiteten die Ausführungen und zeigten die einzelnen Stufen der einzelnen Forschungsprojekte auf.  Es wurden z.B. Materialien wie Plastik und Papier auf ihre chemischen Zusammensetzungen überprüft und Wege untersucht, wie man den Gesellschaftsmüll am besten entsorgt. Manche Gruppen zogen den richtigen Schluss, dass man am besten die Benutzung von gewissen Dingen von vorneherein vermeidet,  wie Flaschen, Teller und Gefäße aus Plastik.

Zwischen den Vorträgen führten einige Schulgruppen kleine Spiele auf und trugen selbst gedichtete Lieder vor, was Farbe und Erheiterung in den Ablauf des Konferenztages brachte. Ein Zwischenfall hinterließ einen schlechten Geschmack bei allen Teilnehmern, als ca. 40 Kinder mit ihren Lehrern während eines Vortrages den Raum verließen, um zum Mittagessen zu gehen; es waren ausgerechnet jene Klassen, die unangemeldet und unvorbereitet gekommen waren. Das beweist keinerlei Mitgefühl für die Schüler, die auf der Bühne standen und sich in ihrem Vortrag unterbrochen sahen. Die Konferenzkinder haben sich die Mühe für uns alle gemacht, und man sollte ihnen dafür den nötigen Respekt erweisen.

Die Konferenz hatte uns allen einen großen Appetit beschert. Der Besitzer des Hotel Clubs Acapulco, Ünal Çaginer, hatte uns zu einem umfangreichen Buffetlunch eingeladen und hatte auch die 70 unangemeldeten Kinder mit einer großzügigen Geste akzeptiert. Ohne seine Unterstützung – die Freistellung des Konferenzraumes bereits im zweiten Jahr – wäre die Kinderkonferenz nicht durchführbar gewesen. Es beweist sein tiefes Interesse am Schutz der Umwelt.

Zum Abschluss des Tages sangen alle Schüler und Lehrer gemeinsam ihr eigenes Konferenzlied und fuhren nach dem grossen Erlebnis nachhause. Die Busfahrten nach Famagusta wurden den Schulkindern frei zur Verfügung gestellt von dem Transportunternehmen Göçmen mit den Fahrern Malyali und Debretti, die den ganzen Tag auf sie gewartet hatten: Ein großes Dankeschön.

Nun, nach dem guten Ablauf der Konferenz, werden sich die Mitglieder des Projektkomitees zusammensetzen und ein Resümee ziehen, die einzelnen Projekte aufnehmen und das Augenmerk auf das neue Jahr richten. In den Schulen werden Lehrer und Schüler dasselbe tun, die Ergebnisse vergleichen und sich überlegen, was noch getan werden kann, um das Umweltprojekt zu unterstützen. Eines ist sicher, die Wichtigkeit und Problematik des Projektes ist ihnen allen deutlich bewusst geworden und sie werden sicherlich ihre Gedanken und Überlegungen in ihrem Familien- und Freundeskreis diskutieren.

Die Lawine ist losgelöst, wollen wir hoffen, sie kommt ins Rollen und lässt dieses Umweltprojekt zu einer erfolgreichen Bewegung anwachsen. Los Kinder, weiter so, gebt der Lawine noch ein paar Kicks!

Nicosia, die Stadt mit dem Duft nach Jasmin

Von Heidi Trautmann

Die Stadt mit dem Duft nach Jasmin, so nannte man einst Nicosia, in einer Zeit, als es noch Parks gab und Gärten, versteckte Gärten. Die Stadt mit dem Duft nach Jasmin, wo Kinder im frühen Sommer die Blüten pflückten und an Liebespaare verkauften, oder die Verliebten pflückten sie selbst von den Büschen, die über die Mauern der Gärten hingen. Der Duft des Jasmins, in vielen Gedichten beschrieben, vermischt mit dem Duft von Zitrusblüten. Und so spricht Mehmet Levent in seinem Gedicht „Nicosia“:

… Es ist hier in dieser Stadt,

wo wir Halsketten von Jasminblüten

unseren Freundinnen zum Geschenk machen, Girlanden,

die verkauft werden

in kühlen Sommernächten

von armen Kindern auf den Strassen.

Jasminblüten, Knospen noch.

Die alte Frau am Gehsteig sitzend,

kannst Du Dich erinnern?…

Du kannst diese Stadt nicht verlassen

für ein anderes Land

Du kannst nicht gehen, mein Bruder!

Es gibt viele Gedichte über Nicosia, aber keines erkennt das Sehnen nach diesem Platz so deutlich wie es dieses für mich tut. Emin Çizenel sagt in einer seiner grossartigen konzeptionellen Ausstellungen: Versäumst Du den Augenblick, in dem die Jasminknospe sich öffnet, dann ist das ein verlorener Augenblick in Deinem Leben.

Nicosia ist die Stadt der Künstler und Dichter. Ihre Inspirationen holen sie sich von den Strassen und Gassen, sie saugen es mit der Luft ein. Der Poet M. Kansu beschrieb mir das mit den folgenden Worten: Am Morgen, wenn mein Geist frisch und offen ist, gehe ich durch die Strassen meiner Umgebung, während die frühe Sonne Flecken auf den Gehsteig malt. Ich  komme an einem einzelnen Schuh vorbei, wieso einzeln, frage ich mich, und ein Bild entsteht; oder ich bleibe stehen an einem zerrissenen Brief: ein Liebesbrief, die Schrift verwischt von Tränen? Bildfolgen.

Künstler wie Cevdet Çağdaş, Maler und Kunstlehrer, heute 84 Jahre alt, hat uns viel über die Stadt zu erzählen, ein Ort, in der er viele Jahre gelebt und gearbeitet hat. In seinen Aquarell- und Pastellbildern entsteht für unsere Augen die alte Atmosphäre der Stadt.

Erinnerungen sind von vielen anderen Künstlern festgehalten worden, Erinnerungen an glückliche Jasminsommertage oder beklemmende in den Jahren der  Probleme, die die Insel heute noch belasten. Vergessen wir nicht unsere Fotografen, die mit ihren Kameras immer bereit sind, und den Charme dieser Stadt, ihre Plätze, Gassen und Menschen neu entdecken wollen. Du möchtest sie treffen, die Künstler, Poeten, Karikaturisten, Journalisten und Schauspieler? Dann gehe in den frühen Morgenstunden  zum Büyük Han, dort sitzen sie bei ihrem Kaffee, reden hin und wieder, der eine oder andere brütet über etwas nach, schmiedet einen neuen Vers.

Es ist ein friedvoller Platz, im Innenhof auf den Galerien sitzen Künstler und Kunsthandwerker vor ihren Ateliers; an manchen Tagen, meistens an Samstag Vormittagen, spielen kleine Gruppen ihre Art von Musik und im Schattentheater ist Mehmet Ertuğ bereits mit seinen Karagözpuppen tätig, lässt diese den neuesten Inselklatsch diskutieren. Er ist müde, sagte er mir, er hält immer noch Ausschau nach einem Nachfolger, den er für eine Übernahme einarbeiten kann. Das Karagöztheater darf nicht sterben! Seit vielen Jahren hat er alles darüber zusammengetragen, alte Puppen von ehemaligen Puppenspielern gesammelt und selbst nach alten Mustern welche angefertigt.

Wir betreten die Altstadt gewöhnlich durch das Kyrenia Tor und von dort aus streifen wir durch die Strassen, nicht direkt durch die Hauptstrasse zum Saray Hotel, vor dem der Obelisk steht, nein im Zickzack durch die schmalen Seitengassen, in denen wir die alten typischen Häuser finden, Häuser, in denen alle Arten an Handwerk noch auf die traditionelle Art betrieben werden, in denen die vergangene Geschichte am Gesicht abzulesen ist. Ah ja, gegenüber dem Gerichtsgebäude ist im vierten Stock über den Festern ein Schild zu lesen, das besagt, dass hier die erste zypriotische Universität seine Wirkungsstätte hatte, gegründet von Dr. Servet Dedeçay, die mit ihren 84 Jahren heute noch jeden Tag die Treppen zu ihrem Büro hinaufklettert, um an einem ihrer vielen Bücher zu arbeiten. Eine bewundernswerte Frau!

In einer Nebengasse des Gerichts hat Veli Kaymaklılı, ein vielbekannter Fotograf,  seine Rahmenwerkstatt, in dem viele lokale Künstler sich ihre Rahmen herstellen lassen. An den Wänden der fast höhlenartigen Räumlichkeiten hat die Zeit ihre Zeichen hinterlassen, Veli liebt das Morbide, die Schönheit im Verfall. Kann man eine Blume schöner zeigen als in einem Berg von Müll, fragt er mich, auf Bestätigung wartend.

Für mich ist ein weiterer Anziehungspunkt der Işık Bookstore, der durch einen hässlichen Überfall mit einem Brandsatz viele seiner wertvollen Bücherschätze verlor. Doch noch immer findet man viele Gelegenheiten, sich zwischen den Bücherregalen zu verlieren.

Von dort ist es nicht weit zum Arabahmet-Viertel mit den mehr oder weniger noch vollständigen oder renovierten alten osmanischen Häuserreihen mit den schön geschnitzten überhängenden Holzbalkons. Gassen, durch die ich gerne flaniere, manche von ihnen sind nur für Fussgänger und mit Koppelsteinen gepflastert. Hier liegt auch das Studiocafé “Cadı Kazanı – Hexenkessel” von der Künstlerin Nilgün Güney und ihrem Musikersohn Ateş Kozal. In dem gemütlichen, typischen Innenhof haben wir schon viele Stunden verbracht, entweder bei einer Ausstellungseröffnung oder  bei Filmabenden. Im ersten Stock hat Nilgün ihr Studio, in dem sie auch Unterricht für Erwachsene gibt.

Ich gehe diese kleinen verwinkelten Gassen oft entlang, wenn ich meine Künstlerfreunde besuche. Im Rahmen mancher Haustüren sitzen die älteren Anwohner auf kleinen Stühlen zwischen Pflanzentöpfen, wunderschöne Holztüren mit schmiedeeisernen Einsätzen. Kinder spielen, ein kleines Kind sitzt zu Füßen der Alten und spielt zufrieden mit Kieselsteinen. Keine Autos stören den Frieden. Die Sonne malt bizarre Muster auf das Steinpflaster. Ich tauche ein in die melancholische Atmosphäre der Gassen. Ich lasse mir Zeit, atme tief diesen besonderen Duft des jahrhunderte alten Platzes ein, der einen wie eine Brise umweht.

Die alte Bäckerei an der Ecke, wo ich oft Menschen sitzen sah im Schatten der Bäume, Nachbarn, die sich regelmässig auf ein Schwätzchen trafen und mich einluden, mich zu ihnen zu setzen, diese Bäckerei gibt es nicht mehr. Die Bäckersfrau hatte mir erzählt, dass ihr Mann Diabetes hat; sie hatten 60 Jahre lang das Brot für ihr Viertel gebacken und verkauft.

Gegenüber dem armenischen Lokal, in dessen grünem Garten wir gerne sitzen, an Tischen mit karierten Tischdecken, dort schräg gegenüber ist Osman Keten’s Art Studio, ein Maler mit grosser Wehmut. Ein herrlicher Ort mit grossem Innenhof, ein Platz, an dem sich viele Künstler treffen, wo sich Poeten einfinden zu einer Dichterlesung, ein Platz, der deutlich diese osmanische, nun auch zyriotisch-türkische Lebensart vermittelt.

In derselben Gasse sitzt die französisch-türkisch-zypriotische Gesellschaft in einem weiteren frisch renovierten osmanischen Haus, wo wir, d.h. die frankophile Gesellschaft von Zypern, uns an manchen Abenden zu Musik, Film oder kulinarischen Genüssen treffen, um die  jahrhunderte alten kulturellen Verbindungen zu pflegen und zu feiern.

Ich schlendere weiter zu einem zauberhaften Ort, einem alten Haus in einer Seitengasse hinter dem Derviş Paşa Haus, zum Keramikstudio von Ayhatun Ateşin, eine schillernde Erscheinung, einmal mit blauen, dann mit grünen Haaren, eine Frau voller Temperament und Feuer, was auch ihr Name besagt Ateş=Feuer. Vor kurzem erst hat sie den Hof  hinter dem Studio hergerichtet, wirklich sehenswert.

Langsam schließt sich der Kreis, und auf meinem Wege Richtung Selemiye Moschee /St.Sofia Kathedrale  komme ich durch die bazaarähnliche Gasse, in der es noch Kurzwarenläden gibt, wo man alles für Handarbeit und Schmuckherstellung findet. Was man dort nicht alles entdeckt in den deckenhohen Regalen und Kästen!

Aus einem kleinen Bistro nehme ich mir oft frische, handgemachte Börek mit, entweder mit Käse, Hackfleisch oder süßem Quark gefüllt. Langsam aus der Tüte essend, laufe ich dann durch den Bazaar, um den frischen Duft der Gemüse und Obstsorten aus dem Farmland von Zypern zu schauen und zu schnuppern.

Hier im Zentrum der Altstadt, im Bereich um die Moschee herum, mitten zwischen den Zeugen des wechselvollen Mittelalters, sitze ich gerne bei einem türkischen Kaffee, orta/mittel. Schließe ich meine Augen, sehe ich die damaligen Bewohner in ihren Gewändern an der Kirchmauer entlang gehen, höre das Echo der trabenden Ritter auf den Quadersteinen der Gassen. Das Echo, das man heute hört, sind ballspielende Kinder. Ringsum sind Schätze zu entdecken, alle offen für das Publikum, die Bücherei, die Steinesammlung, schöne Innenhöfe mit uralten Bäumen, wo es sich gut ruhen lässt in den heissen Sommermonaten.

Lass Dir Zeit, Wanderer, bleibe etwas sitzen und lass diesen seltsamen Cocktail an Sinneseindrücken auf Dich wirken, bevor Du in weitere Gassen eintauchst.

Die südliche Hälfte der Altstadt hinter den über 40 Jahre alten Absperrungen, hat eine ähnliche melancholische Ausstrahlung. Heute kann der Europäer über den Lokmacı-Übergang problemlos einen weiteren Tag in dem endlosen Gassengewirr des Südteils verbringen, neue Galerien und Merkwürdigkeiten entdecken.

Kommt der Abend, die Nacht, wird es in der nördlichen Hälfte der Altstadt sehr still. In den dunklen Gassen sieht man gelegentlich den Schatten von Katzen, die mit leeren Blechbüchsen spielen. Die Jugend finden wir um diese Zeit ausserhalb der Mauern der Altstadt, in der Strasse der vielen Kaffeehäuser, wo sich die junge Welt trifft, über alles und nichts redet, so manche Nacht hindurch.

Ich frage mich, ob die heutigen jungen Leute ihren Mädchen noch Ketten aus Jasminblüten als Liebesgruss um den Hals legen, die sie von Blumenkindern gekauft haben. Doch wo sind die Jasminblüten, wo sind die Kinder, die sie gepflückt haben?

(Photos von Ersin Taser und Heidi Trautmann)

Eine Leidenschaft fürs Leben – Die Piro Familie in Dikmen

Von Heidi Trautmann

Vor vielen Jahren lebte in Ağirdağ ein junger Mann, der seit den Tagen seiner Kindheit die Berglandschaft um sein Dorf herum erkundet hat, so gut wie die Ziegen, die er hütete. Bald waren ihm die Hügel aus seiner Umgebung nicht mehr genug und er dehnte seine Wanderungen entlang den Hügeln der Kyrenia Bergkette in beide Richtungen aus. Es galt Höhlen zu erforschen, was konnte interessanter und abenteuerlicher sein.

Eines Tages, er befand sich in der Nähe von Ozanköy, entdeckte er in einer Höhle Tongegenstände aus der Bronzezeit, wie er bald herausfand, und da er ein kluger junger Mann war, war er sich voll bewußt des Wertes, den er da in den Händen hielt. Mit der Zeit und nach weiteren Funden wurde er zu einem Experten auf dem Gebiet und – um seinem Hobby auch eine andere Bestimmung zu geben, baute er ein Restaurant, das er Bronze Age Restaurant taufte. In seinem realen Beruf war er nämlich Baumeister.

Leider teilte die Polizei nicht seine Begeisterung, als er eines Tages am Flughafen mit 55 Stücken im Koffer erwischt wurde. (Er zeigte mir den Zeitungsartikel). Er wurde verurteilt zu einer deftigen Geldstrafe für die kriminelle Tat, kulturelles Erbe ausser Landes schaffen und verkaufen zu wollen.

„Als ich schweren Herzens meine Strafe bezahlt hatte, dachte ich mir, dass es sich bei aller Liebe nicht lohnt, diesen Weg weiter zu beschreiten.“ Aber wie das so mit Leidenschaften ist, konnte er sich gedanklich nicht von der Schönheit der Artefakte lösen, erinnerte sich dieser herrlichen Tonstücke aus der Bronzezeit, spürte sie in seinen Händen, die samtene Oberfläche von Gefäßen, Figurinen, verschiedenen Behältern für den Haushalt und zur Gottesverehrung, wundervoll dekoriert mit Strichmustern. „So entschloss ich mich, sie selbst herzustellen. Da ich schon als Junge mit Ton aus unserer Umgebung gearbeitet hatte, war das für mich kein Problem.“  Tonvorkommen gibt es vielerorts auf Zypern, in seinem Fall an einem See in der Nähe von Ağirdağ – Sirinevler.

„Ich brachte das Arbeiten mit Ton auch meinem Sohn bei, das sorgfältige Kneten, Aufbauen  und Formen, bis eine harmonische Einheit entsteht, so wie es unsere Vorväter taten.  Nein, nicht mit der Scheibe, auch nicht über eine Negativform, in die der flüssge Ton gegossen wird. Nein, jedes einzelne Stück ist handgeformt!”

Hikmet Uluçam, Künstler und guter Freund, der selbst ein leidenschaftlicher Keramiker ist, hatte mir von Ali und Mehmet Piro erzählt, die ihre Werkstatt heute in dem alten Restaurant in Dikmen eingerichtet haben, an der Straße zwischen der Near East University zur Autobahn Girne-Lefkosa gelegen. Bis vor einem Jahr hatte er noch viele Gäste in seinem Lokal, die seine Kebabs und türkischen Spezialitäten schätzten, aber die neuen Auflagen für Restaurantbetriebe waren für die Familie einfach zu hoch und sie mussten das Lokal schliessen. Dort, unter den Bögen der grossen Halle, haben die beiden Tonkünstler ihre Arbeiten ausgestellt. Wenn Hikmet mich nicht vorbereitet hätte, hätte ich die Artefakte für absolut echt gehalten.

“Ja”, sagt Vater Ali, mein Sohn hat bei der Verwaltung für Altertum den Antrag gestellt, diese Artefakte herstellen und mit seinem Namen zeichnen zu dürfen. Hier ist das Dokument, hier an der Wand!” Und der stolze Vater Ali, lässt mich das Dokument lesen, mit dem Mehmet Piro die Erlaubnis hat, Kopien von Bronzezeit Artefakten zu erstellen und zu verkaufen. Soviel wie ich erfahre, nimmt diese Abteilung und andere ebenso seine Arbeit gerne und oft in Anspruch.

Ali rückt Stühle heran, um seinen kleinen Arbeitstisch herum nahe am Fenster. Drei Piros, Vater, Sohn und Tochter, sind dabei, die Stücke, die sie vor zwei Tagen gemacht haben, d.h. der Ton ist lederhart, mit feinen Linien zu dekorieren. Das getan, wird ein Untersatz angefügt mit viel flüssigem Ton, um die Verbindung stabil und glatt zu machen. Nach kritischer Begutachtung geht das Stück zurück auf das Regal zum Austrocknen.

Wie lange brauchen sie für ein Stück dieser Art bis zum Brennen, frage ich. „An die vier Tage“, meint Mehmet, „alles zusammen genommen, denn das Dekorieren und Kolorieren geschieht auch vor dem Brennen. Wir benutzen unseren grossen Kebab Ofen für den Brennvorgang, so wie es die Alten taten. Die Rohware wird in den Ofen gesetzt und ein gutes Feuer darum aufgebaut. Wenn die Flammen fast weiss aufglühen, haben wir eine ungefähre Temperatur von 600-750°C erreicht. Das Feuer muss für ca. sechs Stunden voll aufrecht erhalten werden. Wollen wir einen schwarzen Finish erzielen, bedecken wir die Stücke mit Asche oder Laub. Nach sechs Stunden lassen wir das Feuer absterben und die Ware auskühlen.“

Ich denke mir, dass da wohl sehr viel auch theoretisches Studium dahinter steckt, da sie den gesamten Ablauf so gut beherrschen, und Mehmet bestätigt dies. „Wir haben uns Bücher besorgt, die unsere Fragen zur Technik abdecken, auch die gebräuchlichen Muster enthalten.“ Mehmet gibt mir einige Bücher zur Hand, und ich finde interessante Beispiele, die ich abfotografiere.

Für mich ist die Begegnung ein weiterer Beweis, dass es eine unzerreissbare Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit gibt. Es braucht aber auch Menschen wie Mehmet und Ali Piro, dies unter Beweis zu stellen und uns und den Menschen in unserer Zukunft vor Augen zu führen, welch fantastische Vergangenheit wir besitzen.

Adresse: Mehmet Piro: 0533 877 0463; 0392 237 2136 (home) and 0392 237 2135 (studio).

Kunst und Zeit – im Spiegel des neuen Buches “Art and Creativity in North Cyprus”

von Heidi Trautmann

Am 15. Januar 2010 wird EMAA (European Mediterranean Art Association) das neue zweisprachige Buch “Art and Creativity in North Cyprus, Volume I”, ISBN No. 978 -9963 -9729-1-3, öffentlich vorstellen. Gemeinsam mit der Autorin und auf ihren speziellen Wunsch hin, wurden alle von ihr interviewten Künstler zu einer gemeinsamen Ausstellung eingeladen. Diese Doppelveranstaltung wird von President Mehmet Ali Talat um 19.00 Uhr im Atatürk Congress Centre der Near East University eröffnet.  Die Ausstellung ist bis zum 29. Januar geöffnet, die Besichtigungszeiten sind Montag bis Freitag 8.00 – 16.30. Heidi Trautmann wird während der gesamten Ausstellungsdauer für Besucher zur Verfügung stehen.

Im Vorwort des Buches sagt Zehra Şonya, Mitglied des EMAA Vorstandes (European Mediterranean Art Association):

“Heidi Trautmann’s Buch führt den Leser mitten in die Welt der Künstler und kreativen Menschen dieses Landes und bringt ihm diese Welt durch die individuell geführten Gespräche näher. Ihre Sprache ist poetisch. Eine Art von schriftlicher Niederlegung oder Archivierung des Kunstgeschehens ist hier bisher kaum vorhanden gewesen und so erstaunt den Leser die breite, farbige Spannbreite des für Nordzypern so wichtigen Sektors Kunst. Durch die wohl absichtlich herbeigeführte Mischung mit seit vielen Jahren hier ansässigen Künstlern anderer und unterschiedlicher Provenienz, ergibt sich für uns eine neue Dimension. So erhoffen wir uns, dass dadurch die multinationale und multikulturelle Natur unserer Insel zum Ausdruck kommt. Auf den Seiten der Geschichte soll eines Tages vermerkt werden, dass Zypern eine Insel des Friedens ist.

Heidi Trautmann, Künstlerin, Schriftstellerin und Journalistin – Reisende, wie sie sich selbst nennt – Reisende im Universum der Kunst, begann 2005 die Repräsentanten der hiesigen Kunstszene aufzusuchen. Als sie und ihr Mann im Jahre 1999 auf die Insel kamen, war sie erstaunt festzustellen, dass es so gut wie keine Aktivitäten zwischen den nationalen und Künstlern anderer Nationalitäten gab, noch wussten sie von einander. Da gab es weder Meldungen oder Berichte in den englisch sprachigen Medien, keine professionellen Kunstgalerien oder Kunstmuseen kontemporärer Kunst.

So machte sie sich auf den Weg, voller Neugierde  nach sechs Jahren auf einem Segelboot durch das Mittelmeer, in den Gassen und Winkeln der Städte die Künstler aufzuspüren, um an den Kern des Leben, an die Seele eines Volkes, was für sie Kunst und Kreativität ist, heranzurücken. Sie fand diesen Kern und seitdem hat sie sich ihren Weg durch die Kunstszene regelrecht erarbeitet und durch Gespräche mit der Mehrzahl der hier lebenden und arbeitenden Künstler erredet.

Dieses Buch spiegelt ein gesamtes Volk wider, das Leben von künstlerischen und kreativen Menschen, im Zeitablauf von vier Jahren in Gesprächen verbracht. Diese vier Jahre fielen in einen Zeitabschnitt grösster Wichtigkeit, voller Hoffnungen und Enttäuschungen. Diese schweren Eindrücke sind in den Arbeiten der Künstler klar zu erkennen, aber auch die rückblickenden Verbindungen zu ihrer Vergangenheit und die Furcht vor dem Morgen, den Fragen, denen sie sich ständig gegenüber stehen, insbesondere die Frage nach ihrer Identität. In ihren Arbeiten konnte ich keine Fröhlichkeit oder Freude am Leben entdecken, aber auch keine totale Verzweiflung, eher Resignation letztens, eher Auflehnung gegen das Schicksal.

So wird in einem wichtigen Teil des Buches auch die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Künstlern und zwischen ihren Kunstvereinen auf beiden Seiten der Trennlinie klar gemacht. Viele Freundschaften sind so entstanden, denn aus dem Inneren heraus wissen wir, dass Kunst keine Grenzen kennt.

Die Künstler haben Heidi Trautmann in ihren Studios und in ihrem Leben mit Freundschaft aufgenommen und haben ihr mit grossem Vertrauen von ihrem Leben und ihren schweren Erfahrungen erzählt, was nun auch wiederum representativ ist für das ganze Volk. Bildgeschichten wurden vor ihr aufgerollt, die einen Zeitabschnitt von Anfang des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart abdecken. Auch nichtzypriotische Künstler, die hier mehr als 20 Jahre gelebt haben, sind im Buch mit aufgenommen, Künstlerinnen, die am Schicksal der Insel reges Interesse hatten und mit ihrer künstlerischen Arbeit zum kulturellen Bild der Insel beigetragen haben. (Nord-) Zypern war schon immer ein Land multikultureller Koexistenz.

Bis hierher haben wir über Band I des Buches gesprochen, das über die Vertreter der bildenden Künste, einschließlich Photographen, über die Vertreter von erzieherischen und meinungsbildenden Institutionen und über künstlerische Aktivitäten in Universitäten berichtet. Seit bereits einem Jahr arbeitet Heidi Trautmann an Band II, ein Band, der die Bereiche Literatur, Theater, Musik, Tanz und Karikatur abedecken wird.  Heidi Trautmann ist in allen Bereichen der Kunst und Kreativität zuhause und sie weiss, wovon sie spricht.

Die in der Ausstellung vertretenen Künstler sind:

Ali Atakan(*2007), Ruzen Atakan, Gönen Atakol, Ayhatun Ateşin, Baki Boğaç, Marilyn Bosworth, Muriel Clutten, Cevdet Çağdaş, Sevcan Çerkez, Emin Çizenel, Sheila Davis, Ilsa Easson, Emel Erkan, Mustafa Erkan, Sinem Ertaner, Ümit Ali Esinler, Özgül Ezgin, Nilgün Güney, Günay Güzelgün, Mustafa Hastürk, Christina Hessenberg, Anne Hughes, Feridun Işiman, Kadir Kaba, Inci Kansu, Giray Karahasan, Eser Keçeci, Anber Onar, Osman Keten, Johann Pillai, Veli Kaymaklılı, Deirdre Kirk, Aşik Mene, Ayhan Menteş, Vedia Okutan, Lisani Otağ, Ilkay Önsöy, Şenol Özdevrim, Güner Pir, Rüya Reşat, Emel Samioğlu, Özden Selenge, Zehra Şonya, Ersin Taşer, Ismet Tatar, Mehmet Uluhan, Hikmet Uluçam, Svetlana Ziusina

Dank geht an die Sponsoren:

The TRNC Presidential Office

The TRNC Cultural Department

Kaleidoskop Turizm, Kyrenia, TRNC

Ontime Courier, München, Deutschland

Das Parlamentarische Kaktusmonument in Nicosia

Von Heidi Trautmann

Was haben Kakteen mit dem Parlament in Nicosia zu tun? Nun, da war eine leere Fläche vor dem Parlamentsgebäude, in dem von 50 Parlamentariern erwartet wird, dass sie den besten Weg für eine bessere Zukunft unseres Landes finden. Da ist auch der Speaker of the Parliament, Hasan Bozer, der zufällig die fantastische Welt der Kakteen liebt, und da ist Serkan Ilseven, Leiter des Verwaltungsamtes (Head of Administrative Financial Technical and Parliamentarian Service), der zufällig den Vater der hiesigen Kakteenwelt genau kennt, Hikmet Ulucam. Dieser bekommt nun den offiziellen Auftrag, eine Kakteenanlage zu schaffen, ein Naturdenkmal sozusagen, ein Kaktusmonument. Er wählte 50 Kakteen, für jeden Parlamentarier einen, so denke ich, vielleicht auch eingedenk der Langsamkeit, die die Kakteen für sich in Anspruch nehmen, um die ersten Blüten zu produzieren. Hikmet Uluçam ist Grafiker und unterrichtet an der Girne American Universität. Er ist auch Fotograf, Kunstfotograf oder eher grafischer Kunstfotograf; 1980 hat er als erster grafische Elemente in die Fotografie eingebracht. Seine Liebe zur Natur ist gross und offensichtlich, und zwar für Klein und Groß in der Natur, vom Unkraut angefangen bis hin zu Bäumen, und er hat den Blick für all die wundersamen Formen, die die Natur schafft. Siehe auch meinen Artikel in meiner website www.heiditrautmann.com unter Heidi’s latest adventures “Hikmet’s Wonderland”.

Als Hikmet Uluçam mir von dem gerade fertig gestellten Kaktusmonument erzählte, war ich natürlich sofort begierig, das Werk zu beschauen. Für unseren Besuch im Parlamentgarten lud ich Freunde ein, auch ein Team von dem Magazin ZOOM, für die ich regelmäßig Artikel schreibe, um vom großen Fotografen Birol Bibek zu profitieren.

Zu der Art Ortsbesichtigung kamen auch die parlamentarischen Initiatoren dazu, und so war eine große Gruppe an Bewunderern um das Kaktusmonument versammelt. Wir erfuhren dabei die faszinierenden, großspurig klingenden lateinischen Namen und ihre Herkunftsländer. Da war ein 30 Jahre alter Astrophytum ornatum, rund und sternförmig, ein Echinocactus grusonii mit einer goldenen Platte auf dem Kopf; dann ein Echinopsis eyriesii oder Mrytillocactus. Da gab es schon recht seltsame Namen wie Opuntia microdays oder Faucaria tuberculosa, und weitere wie Cereus uruguayansus, Aloe vera und Cansolea vubescens.

Die parlamentarischen Gastgeber luden uns alle auf ein Schalerl Kaffee in einem der großen parlamentarischen Empfangsräume ein. Serkan Ilseven, selbst ein Künstler und Maler, schlug uns vor, die Bilder der parlamentarischen Kunstsammlung, die in den Fluren des Parlamentsgebäudes aufgehängt sind, mit ihm anzuschauen, wozu wir alle nicht nein sagten, auch seine Arbeiten waren darunter.

Für mich war das eine besondere Gelegenheit, alte Werke von meinen Künstlerfreunden zu entdecken. Zum Abschluss der Besichtigung wurden uns auch noch die Türen zum Saal des Parlements geöffnet, der zur Zeit unseres Besuches, während der Sommerferien, unbenutzt war.

Wir schauten uns um, und ich konnte mir so einen normalen Arbeitstag der 50 Parlamentarier vorstellen, wie sie in den bequemen roten Sesseln sitzen, um die Geschicke des Landes zu lenken.

Nun, da draussen vor dem Gebäude stehen ja ihre Repräsentanten, 50 edle Kakteen und halten die Stellung.

Ist ein Krieg wirklich zuende, wenn er zuende ist?

Von Heidi Trautmann

“Passa Tempo” ist ein nachdenkliches Stück, geschrieben von Aliye Ummanel, Dramaturgin am Nicosia Stadttheater. Es wurde uraufgeführt im November in Paris anlässlich der Türkischen Tage, einer siebentägigen Veranstaltung im Kunstzentrum der Maison d’Europe et d’Orient. In dem 2-Personen-Stück spielen zwei wundervolle und von mir sehr geschätzte Schauspieler, Deniz Çakır und Osman Ateş, unter der Regie Aliye Ummanel.

In dem Stück geht es um den Einfluss eines bereits vergangenen Krieges auf die Mitglieder einer Familie. Die Geschichte einer Mutter und ihres Sohnes, der seine Verletzungen bereits vor der Geburt erhielt und die Vision eines Vaters, der im Krieg verloren gegangen ist. Ein Einblick in eine Familie, die zwischen Vergangenheit und Zukunft stecken geblieben ist, zwei Menschen unterschiedlicher Generationen zwischen erfahrenem Leid und dessen Auswüchse. Der Krieg ist schon Jahre her, aber die Einflüsse sind immer noch greifbar präsent, für die eine Partei als ewige Fortsetzung, für die andere als Leben im Schatten des Nichterlebten. Die Vergangenheit steht wie eine Mauer vor einer möglichen Zukunft. Das Stück untersucht diese unterschiedlichen Einflüsse im Ablauf der Zeit auf zwei verschiedene Charaktere und die Frage stellt sich: Ist ein Krieg wirklich zuende, wenn er zuende ist?

Eine Frage, die heute in Zypern immer noch unbeantwortet ist.

Ich erfuhr kürzlich, dass die zypriotisch-griechische Botschaft in Paris Versuche unternommen hat, die Aufführung der zypriotisch-türkischen Thatergruppe zu verhindern, doch ohne Erfolg. Am Tage der Aufführung fanden sich sogar Demonstranten vor dem Theatergebäude ein um zu protestieren. Die Direktorin des Kunstzentrums (Name mir nicht bekannt) und die Regisseurin des Stücks, Aliye Ummanel, sind vor das Gebäude getreten, um mit den Demonstranten zu reden, dabei stellte sich heraus, dass einige der Zyperngriechen noch nicht einmal in Zypern gewesen waren, sie lebten ständig in Paris. Man konnte einige der Protestler dazu überreden, sich die Vorstellung anzusehen. Aliye’s Kommentar war: Mein Sück ist kein Protestschrei, es ist ein Aufruf für den Frieden. Am Ende der Vorstellung bekamen sie den verdienten enthusiastischen Applaus vom Pariser Publikum. Ich erkenne das als einen diplomatischen humanitären Sieg!

“Passa Tempo” ist für die nächste Aufführung im “Lefkosa Belediye Tiyatro” (Nicosia Stadttheatre) in Kücük Kaymakli geplant, mit derselben Besetzung. Die Musik ist von Mehmet Atun, Bühnendesign von Özlem Yetkili. Ich werde aufmerksam Ausschau halten nach der Vorstellungsterminen.

Zur Zeit steht auf dem Theaterplan die Wiederholung eines Stückes vom letzten Jahr “The Birthday Party” von Harold Pinter. Meine Besprechung darüber ist zu lesen  unter No. 23 and 23a auf meiner website www.heiditrautmann.com unter Cyprus art news archive.

Für nähere Information über das Theater unter:

www.nicosiaturkishmunicipaltheatre.com

Statistik
Anzahl der News :1646
Newsarchiv
Kategorien
Wir vernetzen uns!
Wir unterstützen!
Wechselkurs €
CHF1.3020
GBP0.82340
TRY1.9164
USD1.2725
Umfragen

Ein vollständig entmilitarisiertes Zypern?

Ergebnisse

Loading ... Loading ...
Wetter in Lefkoşa
Nikosia
10. September 2010, 17:58
Heiter bis wolkig
Heiter bis wolkig
35°C
Gefühlte Temperatur: 36°C
Aktueller Luftdruck: 1005 mb
Luftfeuchtigkeit: 33%
Wind: 18 km/h SSO
Böen: 14 km/h
Sonnenaufgang: 6:26
Sonnenuntergang: 19:01
 
Girne
Kyrenia
Heiter bis wolkig
Heiter bis wolkig
35°C
Gefühlte Temperatur: 36°C
Aktueller Luftdruck: 1005 mb
Luftfeuchtigkeit: 31%
Wind: 18 km/h S
Böen: 14 km/h
Sonnenaufgang: 6:26
Sonnenuntergang: 19:01
 
Gazimağusa
Famagusta
Heiter bis wolkig
Heiter bis wolkig
31°C
Gefühlte Temperatur: 36°C
Aktueller Luftdruck: 1005 mb
Luftfeuchtigkeit: 74%
Wind: 25 km/h SW
Böen: 25 km/h
Sonnenaufgang: 6:23
Sonnenuntergang: 18:59
 
Güzelyurt
Omorfo
Heiter bis wolkig
Heiter bis wolkig
35°C
Gefühlte Temperatur: 36°C
Aktueller Luftdruck: 1005 mb
Luftfeuchtigkeit: 33%
Wind: 18 km/h SSO
Böen: 14 km/h
Sonnenaufgang: 6:27
Sonnenuntergang: 19:03
 
Karpaz
Kırpaşa
Wolkenlos
Wolkenlos
32°C
Gefühlte Temperatur: 37°C
Aktueller Luftdruck: 1005 mb
Luftfeuchtigkeit: 57%
Wind: 11 km/h SSW
Böen: 11 km/h
Sonnenaufgang: 6:22
Sonnenuntergang: 18:58
 
Lesenswertes